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Startseite > Leichtathletik

Die '''Leichtathletik''' hat die natürlichen und grundlegenden menschlichen Bewegungsabläufe des , s und in feste Bahnen des Sports gelenkt und durch ein umfangreiches Regelwerk die individuelle Leistung exakt vergleichbar und messbar gemacht. Sie steht damit Pate für das Motto ?? und bildet mit ihren Disziplinen das Herzstück der . liche Bedeutung jenseits des Leistungsanspruchs hat vor allem der gewonnen.

Wesen

Die Leichtathletik ist eine art. Für ler steht die persönliche Leistung im Mittelpunkt. Im Wettkampf geht es um die beste Leistung, die über Sieg und Platzierung entscheidet. Aber auch das Übertreffen einer bestimmten absoluten Leistung kann ein Ziel sein, wenn damit beispielsweise das Aufstellen eines Rekords oder einer persönlichen Bestleistung oder die für eine höherwertige Veranstaltung verbunden ist.

Das Messen der Leistung und alle zu erfüllenden Randbedingungen für die Anerkennung einer Leistung sind in den Internationalen Wettkampfregeln (IWR) für alle Disziplinen der Leichtathletik genau definiert. Die erzielten Leistungen sind deshalb weltweit vergleichbar.

Als zeigt sich die Leichtathletik lediglich im Staffellauf. Darüber können auch Mannschaftswertungen bei bestimmten Veranstaltungen nicht hinwegtäuschen, da sie oft nur die Summe der bewerteten Einzelleistungen darstellen. Typische Beispiele hierfür sind ein oder eine erzielte Punktesumme aufgrund von Platzierungen eines Länderteams. In Deutschland versucht der (DLV) seit dem Jahr 2011 der Kinderleichtathletik (Altersklasse U12) einen Mannschaftscharakter zu verleihen, um die Attraktivität der Sportart zu steigern. Naturgemäß liegt dabei der Schwerpunkt auf Staffelwettbewerben, wie etwa der Pendelstaffel, und auf vergleichbare Randbedingungen und exakte Leistungsermittlung wird weitgehend verzichtet.

Wie viele andere Sportarten auch, folgt die Leichtathletik einem Jahreszyklus. Ein typischer Verlauf beginnt mit einer langen Vorbereitungszeit im Winter, bei der gelegentlich Hallenwettkämpfe oder Crossläufe absolviert werden. Das Sommerhalbjahr ist die eigentliche Wettkampfsaison, in der auch der Saisonhöhepunkt liegt. Das Jahr endet mit einer etwa einmonatigen Pause in der Zeit um Oktober.

Als ist die Leichtathletik in der Vielfalt des Laufens, Springens und Werfens vor allem im Schulsport und beim Erwerb des zu finden. Der Bereich des Langstreckenlaufs ist darüber hinaus zu einem Volkssport geworden, der ganzjährig betrieben wird und Läufer in s und veranstaltungen zusammen bringt. Auch das als breitensportliche Variante des Gehens findet immer mehr Anhänger und wird in viele Volkslaufveranstaltungen integriert.

''Leichtathletik als Mannschaftssport''. Hier ist, im Gegenteil zum Einzelwettbewerb, eine Teamfähigkeit gefordert, um ein Erfolg versprechendes Wettkampfergebnis (Summe der Einzelleistungen) zu erzielen. Das bedeutet, dass man auch in der Leichtathletik die Teamfähigkeit besitzen muss, um erfolgreich in einer Gruppe zu agieren. Da die Mannschaftswertung im Vordergrund steht, muss der Athlet/die Athletin auf die Fehlversuchsregeln achten, um eine Wertung mit ?Null Punkten? (?Salto Nullo? oder ogV / ohne gültigen Versuch, beispielsweise im Stabhochsprung) für das Team zu vermeiden. In den Laufwettbewerben ist besonders auf die Fehlstartregeln zu achten. Individuelle Interessen zur Erzielung einer besseren Einzelleistung verhindern bei einem Versagen ein besseres Mannschaftsergebnis.

Namensursprung

Ursprünglich stammt die Bezeichnung der ''Athletik'' aus der von , was ?Wettkämpfer? bedeutet (siehe auch ). Ab 1921 trug der deutsche Verband die Bezeichnung ''Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik'', seit 1933 heißt er ''Leichtathletik-Verband''. Die Bezeichnung der Leichtathletik fand nicht ausschließlich Fürsprecher, äußerte sich zu der Begriffswahl: ?Er ist nicht schön. Das Volk hat ihn geprägt.? International hat sich der Namenszusatz ?leicht? nicht durchgesetzt, obgleich in einigen Sprachen Entsprechungen für diese Benennung existieren.

Disziplinen

Übersicht

Die Disziplinen der Leichtathletik werden in die Gruppen Lauf, Sprung und Wurf eingeteilt. Mehrkämpfe bestehen aus mehreren Disziplinen, wobei alle drei Gruppen beteiligt sind.

Übersicht der heute üblichen Disziplinen (olympische Disziplinen in Fettdruck; F = nur Frauen; M = nur Männer):
{| class="wikitable" style="font-size:95%;"

|-
! style="background:#FFDAB9;" colspan="8"| Lauf
! style="background:#FFF68F;" colspan="2"| Sprung
! style="background:#C1FFC1;" rowspan="2"| Wurf
! style="background:#C1C1C1;" rowspan="2"| Mehrkampf
|- style="text-align:center; background:#e8e8e8;"
|      || || || || || Hindernis || /Gelände || || vertikal || horizontal
|- align="center"
| ''''''
''''''
''''''
| ''''''

''''''

|
''''''
''''''

| ''''''
''''''
3 × 800 m (F)
3 × 1000 m (M)
| ''' (F)'''
''' (M)'''
''''''
| ''''''
| 10 km

''''''
100 km

| Bahngehen
''''''
''''''
| ''''''
''''''
| ''''''
''''''
| ''''''
''''''
''''''
''''''
| ''' (F)'''
''' (M)'''
|}

Bei den Laufdisziplinen werden die Streckenlängen der Bahnwettbewerbe in Metern und die der Straßenwettbewerbe in Kilometern angegeben. Im Straßenlauf variieren die Streckenlängen je nach örtlichen Gegebenheiten meist zwischen etwa drei und zwölf Kilometern und die Laufstrecken verlaufen teilweise auch auf guten unbefestigten Wegen. Crossläufe finden mit ähnlichen Streckenlängen, jedoch im Gelände mehr oder weniger abseits von Wegen und typischerweise nur im Winterhalbjahr statt.

Disziplinen der Kinder, Jugend und Senioren

Entsprechend dem mit dem Alter zunehmenden Leistungsvermögen der Kinder und Jugendlichen und dem abnehmenden Leistungsvermögen der Senioren werden die Lauf- und Wurfdisziplinen angepasst. Abhängig von der Altersklasse können die Sprintstrecken auf 50 oder 75 statt 100 Meter sowie 300 statt 400 Meter verkürzt sein. Die Langstrecke wird teilweise nur über 2000 Meter, die Hürdenläufe über 60 oder 80 Meter, der Hindernislauf über 1500 oder 2000 Meter und der Straßenlauf über 5 Kilometer ausgetragen. Beim Hürdenlauf wird zusätzlich die Höhe der Hürden reduziert. In allen Wurfdisziplinen werden die Gerätegewichte angepasst. Eine eigenständige Wurfdisziplin ausschließlich für die Kinderaltersklassen ist der . Der hingegen ist den Seniorenklassen vorbehalten, ebenso der Standweitsprung. Mehrkämpfe werden in anderen Zusammenstellungen mit weniger Disziplinen durchgeführt, beispielsweise . Im wird die erreichte Weite bei den Kindern nicht vom Absprungbalken, sondern vom genauen Absprungpunkt innerhalb einer Zone gemessen. Besonders anspruchsvolle Disziplinen, wie beispielsweise Hindernislauf, Dreisprung, Stabhochsprung oder Hammerwurf, werden erst ab einem Mindestalter von 12 oder 16 Jahren angeboten.

Die Altersklassen ändern sich bis zum 15. Lebensjahr jährlich, bei den älteren Jugendlichen sowie in den Mannschaftswettbewerben, wie Staffelläufen oder Mannschaftsmehrkampf, werden je zwei Jahrgänge zusammengefasst. Bei den Senioren ab dem 30. Lebensjahr verläuft die Einteilung jeweils in Fünfjahresgruppen. Dabei ist anzumerken, dass in der Leichtathletik nicht das tatsächliche Lebensalter, sondern der Jahrgang entscheidend ist. Das heißt, ein Jugendlicher, der am 1. Januar Geburtstag hat, ist in der gleichen Altersgruppe wie derjenige, der in diesem Jahr erst am 31. Dezember Geburtstag feiert.

Hallendisziplinen

In Sporthallen steht für die auf der Geraden gelaufenen Sprintstrecken meistens eine 60 Meter lange Bahn (plus Auslauf) zur Verfügung. Die Länge der Sprint- und Hürdensprintstrecken ist daher auf 60 Meter beschränkt. Längere Hürdenläufe und Hindernisläufe können auf der normalerweise 200 Meter langen Rundbahn nicht ausgetragen werden. Die Langstreckenläufe reichen bis zu 5000 Meter. Staffellaufwettbewerbe werden auf der Rundbahn ebenfalls ausgetragen.

Wurfdisziplinen sind außer Kugelstoßen in der Halle in der Regel nicht möglich. Sie entfallen daher auch beim Mehrkampf, sodass bei den Männern nur ein Siebenkampf und bei den Frauen ein Fünfkampf durchgeführt wird.

Ehemalige Disziplinen

In der Vergangenheit gab es weitere Disziplinen, die heute nicht mehr oder nur noch sehr selten bei Wettkämpfen ausgetragen werden. Dazu gehören andere Laufdistanzen, wie z. B. der Langstreckenlauf über 7500 m, der Hürdensprint über 200 m oder die Männerstaffel von 4 × 1500 m. Des Weiteren sind mit unterschiedlicher Länge für die einzelnen Staffelläufer zu nennen, wie z. B. die Schwedenstaffel (400 ? 300 ? 200 ? 100 m) oder die olympische Staffel (400 ? 200 ? 200 ? 800 m). Bei den Wurfdisziplinen gab es früher als weiteres Wurfgerät den . Bis in die 1920er Jahre hinein gab es mit den heute noch gebräuchlichen Wurfgeräten Speer, Diskus und Kugel auch beidhändiges Werfen bzw. Stoßen. Dabei warf der Athlet eines der Geräte zunächst mit der einen, dann mit der anderen Hand und beide Weiten wurden addiert. Im Sprungbereich wurden auch Wettbewerbe im Standweitsprung ? also ohne Anlauf ? durchgeführt. Heute gibt es den Standweitsprung nur noch bei den höheren Altersklassen im Seniorensport.

Leichtathletikdisziplinen im Vergleich

Geschwindigkeiten bei Bahn- und Straßendisziplinen

Vergleich der :
<div style="float:left; margin-right:1em;">
{| class="wikitable sortable"
|+Männer
! class="unsortable"| Disziplin
!Strecke (m)
! class="unsortable"| Weltrekord
!m/s
!km/h
|-
|100 m
|100
|9,58 s
|10,44
|37,58
|-
|200 m
|200
|19,19 s
|10,42
|37,52
|-
|400 m
|400
|43,03 s
|9,30
|33,47
|-
|800 m
|800
|1:40,91 min
|7,93
|28,54
|-
|1500 m
|1500
|3:26,00 min
|7,28
|26,21
|-
|1 Meile
|1609
|3:43,13 min
|7,21
|25,96
|-
|5000 m
|5000
|12:37,35 min
|6,60
|23,77
|-
|10.000 m
|10.000
|26:17,53 min
|6,34
|22,82
|-
|Marathon
|42.195
|2:01:39 h
|5,78
|20,82
|-
|20-km-Gehen
|20.000
|1:17:16 h
|4,31
|15,53
|-
|50-km-Gehen
|50.000
|3:34:14 h
|3,89
|14,00
|-
|110 m Hürden
|110
|12,80 s
|8,59
|30,94
|-
|400 m Hürden
|400
|46,78 s
|8,55
|30,78
|-
|3000 m Hindernis
|3000
|7:53,63 min
|6,33
|22,80
|-
|4 × 100 m
|400
|36,84 s
|10,86
|39,09
|-
|4 × 400 m
|1600
|2:54,29 min
|9,18
|33,05
|-
|}
</div>

<div style="float:left">
{| class="wikitable sortable"
|+Frauen
! class="unsortable"| Disziplin
!Strecke (m)
! class="unsortable"| Weltrekord
!m/s
!km/h
|-
|100 m
|100
|10,49 s
|9,53
|34,32
|-
|200 m
|200
|21,34 s
|9,37
|33,74
|-
|400 m
|400
|47,60 s
|8,40
|30,25
|-
|800 m
|800
|1:53,28 min
|7,06
|25,42
|-
|1500 m
|1500
|3:50,46 min
|6,51
|23,43
|-
|1 Meile
|1609
|4:12,56 min
|6,37
|22,93
|-
|5000 m
|5000
|14:11,15 min
|5,87
|21,15
|-
|10.000 m
|10.000
|29:31,78 min
|5,64
|20,32
|-
|Marathon
|42.195
|2:15:25 h
|5,19
|18,70
|-
|20-km-Gehen
|20.000
|1:25:08 h
|3,92
|14,10
|-
| -
| -
| -
| -
| -
|-
|100 m Hürden
|100
|12,21 s
|8,19
|29,48
|-
|400 m Hürden
|400
|52,34 s
|7,64
|27,51
|-
|3000 m Hindernis
|3000
|8:58,81 min
|5,57
|20,04
|-
|4 × 100 m
|400
|40,82 s
|9,80
|35,28
|-
|4 × 400 m
|1600
|3:15,17 min
|8,20
|29,51
|}
</div>
<div style="clear:left;"></div>

Unterschiede zwischen Männer- und Frauenleistungen

15 der 24 olympischen Disziplinen erlauben einen direkten Vergleich zwischen Männern und Frauen. In den restlichen bestehen unterschiedliche Bedingungen ? beim Hürden- und Hindernislauf durch unterschiedliche Höhen von Hürden und Hindernissen sowie in den Wurfdisziplinen durch unterschiedliche Gewichte der Wettkampfgeräte.
Im Vergleich der Weltrekorde erreichen Frauen in den Bahn- und Straßendisziplinen ca. 90 Prozent der Männerleistung, in den Sprungdisziplinen ca. 82 bis 85 Prozent der Männerleistung.
{| class="wikitable sortable"
|+ Vergleich der (Stand: 19. Juni 2016)
|-
! class="unsortable"| Disziplin
! class="unsortable"| Männer
! class="unsortable"| Frauen
!Frauen: Prozent der
Männerleistung
|-
|100 m
|9,58 s
|10,49 s
|align="center" |91,3 %
|-
|200 m
|19,19 s
|21,34 s
|align="center" |89,9 %
|-
|400 m
|43,03 s
|47,60 s
|align="center" |90,7 %
|-
|800 m
|1:40,91 min
|1:53,28 min
|align="center" |89,1 %
|-
|1500 m
|3:26,00 min
|3:50,07 min
|align="center" |89,5 %
|-
|5000 m
|12:37,35 min
|14:11,15 min
|align="center" |89,0 %
|-
|10.000 m
|26:17,53 min
|29:31,78 min
|align="center" |89,0 %
|-
|Marathon
|2:02:57 h
|2:15:25 h
|align="center" |89,3 %
|-
|20-km-Gehen
|1:17:16 h
|1:25:08 h
|align="center" |90,8 %
|-
|4 × 100 m
|37,04 s
|41,37 s
|align="center" |89,5 %
|-
|4 × 400 m
|2:54,29 min
|3:15,17 min
|align="center" |89,3 %
|-
|Hochsprung
|2,45 m
|2,09 m
|align="center" |85,3 %
|-
|Stabhochsprung
|6,20 m
|5,06 m
|align="center" |81,6 %
|-
|Weitsprung
|8,95 m
|7,52 m
|align="center" |84,0 %
|-
|Dreisprung
|18,29 m
|15,50 m
|align="center" |84,7 %
|}

Wurfdisziplinen

{| class="wikitable"
|- style="vertical-align:top"
! colspan="5" align="center" style="background-color:#DFDFDF"| Wurfdisziplinen der Leichtathletik im Vergleich
|- style="background:#DFDFDF"
! !! !! !! !!
|-
|Gerätegewicht, Männer || 7,26 kg || 2,0 kg || 7,26 kg || 800 g
|-
|Gerätegewicht, Frauen || 4,0 kg || 1,0 kg || 4,0 kg || 600 g
|-
| Wettkampfanlage || Kreis: 2,135 m || Kreis: 2,50 m || Kreis: 2,135 m || Anlauf: 30 bis 36,5 m
|-
|Optimaler Abflugwinkel* || 38?40° || 35?37° || 44° || 34?36°
|-
|Abfluggeschwindigkeit
(''zwei Weiten als Beispiel'') || 15,5 m: 11,5 m/s
21,5 m: 13,8 m/s || 54 m: 22 m/s
65 m: 24 m/s || 55 m: 23 m/s
85 m: 29 m/s || 78 m: 28 m/s
95 m: 32 m/s
|}
* Im Diskus- und Speerwurf geringerer Winkel bei Gegenwind, höherer Winkel bei Rückenwind.

Training

Das Leichtathletiktraining ist sehr vielseitig und kann den individuellen Stärken des einzelnen Athleten angepasst werden. Begonnen wird in den Kinderaltersklassen meist mit dem Mehrkampf, also mit dem Training vieler Disziplinen. Bilden sich dann im Jugendalter eindeutige Stärken aus, so wird mehr und mehr Disziplinenspezifisch trainiert, ansonsten kann die ?Königsdisziplin?, der bzw. die erste Wahl sein.

Zum Training gehören Elemente wie Laufschulung, , allgemeine Kräftigung, Technikschulung, , s und Sprungläufe sowie spezifisches .

Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Technik sind für alle Disziplinen wichtig, jedoch in unterschiedlichen Anteilen und Umfängen. Trainingsmethodisch sollten sich die jeweiligen Trainingsanteile in erster Linie nach dem Alter und der individuellen leichtathletischen Erfahrung des Athleten richten.

Das Training findet generell ganzjährig unter freiem Himmel statt, idealerweise in einem Leichtathletikstadion oder Sportplatz mit den erforderlichen Anlagen. Parallel dazu wird in den Wintermonaten auch in geschlossenen Sporthallen und Sportarenen trainiert, sowie in Fitnessstudios und Krafträumen.
Erfolgreiches Training wird entsprechend den Kriterien der organisiert und findet häufig als statt. Die Schwerpunkte der Trainingstheorien haben sich immer wieder geändert.

Wettkämpfe

Wettkampfverlauf

In großen, vor allem internationalen Wettkämpfen, findet in technischen Disziplinen (Sprung, Stoß, Wurf) zunächst eine Qualifikationsrunde mit jeweils höchstens drei Versuchen statt. Um die Wartezeiten zwischen den Versuchen kurz zu halten, finden mitunter zwei Qualifikationsrunden auf verschiedenen Wettkampfanlagen parallel statt. Wer die vom Veranstalter festgelegte Weite übertrifft, gelangt in die Finalrunde, die in der Regel an einem anderen Tag stattfindet. Wer die geforderte Weite nicht erreicht hat, scheidet aus dem Wettkampf aus. Wenn weniger Athleten als die festgelegte Teilnehmerzahl für den Endkampf die Qualifikationsweite schaffen, können Athleten mit einer geringeren Weite im Nachrückverfahren den Endkampf erreichen.
In der Finalrunde hat jeder Teilnehmer zunächst drei Versuche. Die Reihenfolge dafür wird ausgelost. Für die nächsten drei Versuche werden nur die acht Besten der Finalrunde zugelassen. Der vierte und fünfte Versuch finden meist in umgekehrter Folge der Platzierungen nach den ersten drei Versuchen statt, d. h. der Beste zuletzt. Im letzten Versuch wird nochmals die Reihenfolge der Platzierung angepasst, so dass wiederum der bis dahin Beste den letzten Sprung bzw. Wurf des Wettkampfes hat.

Im Mehrkampf (, ) sind bei den Sprung- und Wurfdisziplinen jeweils drei Versuche vorgesehen. Vorkämpfe gibt es hier nicht.

In den Kurzstreckenlaufdisziplinen (100 bis 800 m) werden je nach Größe des Teilnehmerfelds Vor-, Zwischen- und Endläufe ausgetragen. Analog wird bei den Staffellaufwettbewerben verfahren. Auf den Mittelstrecken gibt es Vor- und Endläufe. Bei großen Teilnehmerfeldern (beispielsweise Olympische Spiele) werden auch auf den Langstrecken (5000 und 10.000 m) Vorläufe ausgetragen. Meist ist der Erste, manchmal auch die ersten Zwei oder Drei eines Vorlaufs für die nächste Runde qualifiziert, die weiteren Teilnehmer ergeben sich aus den erreichten Zeiten aller Vorläufe.
Damit nicht die schnellsten Athleten bereits in den Vorläufen aufeinander treffen, wird die Zuordnung zu den Läufen anhand der vorher gemeldeten Saisonbestleistungen vorgenommen, bzw. bei Zwischenrunden nach den Zeiten im Vorlauf. Gibt es beispielsweise vier Vorläufe startet in einem Lauf der Läufer mit der besten gemeldeten Leistung, in einem anderen Lauf der mit der zweitbesten usw.

Klasseneinteilung

Bei Wettkämpfen werden abhängig vom Reglement verschiedene unterschieden:

Der Leichtathletik-Weltverband führt folgende Altersklassen (World-Athletics-Regel 141):
  • Jugendliche (Jungen und Mädchen): Sportler, die am 31. Dezember des Wettkampfjahres 16 oder 17 Jahre alt sind
  • (Männer und Frauen): Sportler, die am 31. Dezember des Wettkampfjahres 18 oder 19 Jahre alt sind
  • (Männer und Frauen): ab dem 35. Geburtstag
Der (DLV) führt folgende Altersklassen:
  • Senioren (gültig seit 2012: Altersklassen ab M35, W35; auf Landesebene ab M30, W30)
  • Aktive (Männer / Frauen)
  • Junioren U23 (20, 21 und 22)
  • Jugend U20 (18 und 19, ehemalige wJA/mJA)
  • Jugend U18 (16 und 17, ehemalige wJB/mJB)
  • Jugend U16 (W14, W15/M14, M15)
  • Jugend U14 (W12, W13/M12, M13)
  • Kinder U12 (W10, W11/M10, M11)
  • Kinder U10 (W8, W9/M8, M9)
  • Kinder U8 (6- und 7-jährige Kinder, keine weitere Unterteilung)

Seniorenklassen werden weiter in 5-Jahresschritten unterteilt. Wenn der Wettkampf nicht speziell ausgeschrieben ist, werden Junioren und Senioren den Aktiven zugeordnet. In der Altersklasse U8 sind ausschließlich Teamwettbewerbe zugelassen. Ab der Altersklasse U10 kann nach Jahrgang und Geschlecht getrennt gewertet werden, die Einteilung in die Zweijahresblöcke findet jedoch für Mannschafts- und Teamwettbewerbe und Staffeln sowie für die Wettkampforganisation Anwendung.

Der führt seit 2005 folgende Altersklassen (in eckigen Klammern die ehemalige Bezeichnung):
  • Masters (Altersklassen ab M30, W30) [ehem. Senioren]
  • Allgemeine Klasse
  • U23 (20, 21, 22)
  • U20 (18, 19) [ehem. Junioren]
  • U18 (16, 17) [ehem. Jugend]
  • U16 (14, 15) [ehem. Schüler A]
  • U14 (12, 13) [ehem. Schüler B]
  • U12, U10 etc. [ehem. SCH C, D usw.]

Meisterschaften gibt es für U16, U18, U20, U23, AK, Senioren. Wie in Deutschland werden U23 und Senioren zur Allgemeinen Klasse gezählt, es sei denn, sie werden speziell in der Ausschreibung angeführt.

Wettkampfstätten

Leichtathletikwettkämpfe finden in einem oder in einer Halle statt, Geherwettkämpfe und sehr lange Laufwettbewerbe auf Straßen, Crossläufe im offenen Gelände oder im Wald. Mit einem Großspielfeld zusammengefasste n mit Rundbahn nennt man ''Leichtathletikstadion'' bzw. nur ''Stadion'' oder ? seltener werdend ? ''Wettkampfbahn'' bzw. ''Kampfbahn.'' Unterschieden werden die Wettkampfbahnen oder Wettkampfanlagen Typ A, Typ B und Typ C.

Stadien haben eine genormte ovale 400-Meter-Laufbahn, auch Rundbahn genannt. Bei frühen wurden noch davon abweichende Bahnlängen verwendet, und zwar 1896 in Athen 333,33 Meter, 1900 und 1924 in Paris 500 Meter, 1904 in St. Louis und 1908 in London 536,45 Meter (eine Drittel) sowie 1912 in Stockholm 383 Meter. Seit 1960 werden Rekorde in den Laufdisziplinen von nur noch anerkannt, die auf einer 400-Meter-Bahn aufgestellt wurden.

Die Rundbahn hat in der Regel sechs Bahnen, in größeren Stadien acht oder neun (Barcelona, Wettkampfanlage Typ A).

In Leichtathletik sind die Rundbahnen von Ort zu Ort unterschiedlich lang, Rekorde werden nur auf 200-Meter-Bahnen anerkannt. In der Regel sind vier Einzelbahnen vorhanden, in einigen Hallen (beispielsweise Dortmund, Leipzig, Birmingham, Budapest) sechs.

Laufwettbewerbe werden fast nur noch auf belägen (Tartan oder Mondo) ausgetragen, die Mitte der 1960er Jahre eingeführt wurden. Gleiches gilt für die Anlaufbahnen für Weitsprung, Stabhochsprung und Speerwurf sowie für die Hochsprung-Anlauffläche. Die Stoßsektoren sind zumeist flächen.

Die Sprung- und Wurfwettbewerbe werden in der Regel auf den Segmentflächen, welche von der Laufbahn (Rundbahn) begrenzt werden, ausgetragen. Hoch- und Stabhochsprung werden auf den Segmentflächen innerhalb der Rundbahn ausgetragen, der Weitsprung zumeist außerhalb der Bahn neben den Geraden. Die erforderlichen Wurf- und Stoßkreise sowie die Anlaufbahn für den Speerwurf befinden sich ebenfalls in diesen Segmenten, wobei dann auf die Rasenfläche geworfen wird. Um Läufer und Springer durch das Wurftraining nicht zu gefährden, gibt es an manchen Orten separate Wurfplätze außerhalb des Stadions. Diese werden auch bei Wettbewerben ohne großen Zuschauerzuspruch genutzt.

Im zielabgewandten Segment befindet sich der Wassergraben für den . Er ist meist im Innern der Laufbahn angeordnet, kann aber auch auf der Außenseite sein, so beispielsweise bei den in .

Leichtathletikanlagen für die Sportdisziplinen Gehen, Laufen, Springen, Werfen und Stoßen werden unterteilt in
  • Laufbahnen (Rundbahn, Kurzstreckenbahn, Hindernislaufbahn mit Wassergraben)
  • Sprunganlagen (Hochsprunganlage, Stabhochsprunganlage, Weit- und Dreisprunganlage)
  • Kugelstoßanlage mit Stoßkreis und Stoßsektor
  • Wurfanlagen (Diskuswurfanlage und Hammerwurfanlage mit Wurfkreis, Wurfsektor und Schutznetz/-gitter (häufig zusammengefasst), Speerwurfanlage)

In werden die wichtigsten Leichtathletikstadien auch für spiele genutzt, so etwa im , in der Stuttgarter (bis 2009), das Nürnberger , sowie bis zur Eröffnung der auch im . Bis 1978 fanden außerdem im Augsburger bedeutende Leichtathletik-Länderkämpfe statt.

Die Tendenz geht zur Spezialisierung auf nur eine Sportart, was zum Verzicht auf Leichtathletikanlagen in den meisten großen neu gebauten Stadien führt.
So haben die neuen (Fußball-)Stadien in Hamburg, Köln, Düsseldorf, Gelsenkirchen, München und Frankfurt (allesamt Austragungsorte deutscher Meisterschaften in den letzten 20 Jahren) heute keine Laufbahn mehr (Stuttgart seit 2009).

Geplant werden Wettkampfbahnen und Anlagen für den in der Regel von entsprechend spezialisierten en unter Beachtung der Regeln der Technik (u. a. DIN 18035 Sportplätze), der Internationalen Wettkampfregeln von World Athletics und der Informationshilfen des .

Wettkämpfe in Deutschland

In finden mehrere große Meetings statt. Wettkämpfe von großer internationaler Bedeutung werden z. B. in , und ausgetragen. Zudem startet die gesamte deutsche Spitzenklasse alljährlich bei den .

Neben den wenigen Meisterschaften auf Spitzenniveau, misst sich die Masse der Sportler bei nach Disziplinen (Mehrkampf, Werfer), Gruppen (Team, Mannschaft), Altersklassen (Senioren, Schüler) gegliederten, regional gestaffelten (Landes-, Gebiets-, Kreis-, Stadt-)Meisterschaften oder bei Sportfesten und Einzelveranstaltungen.

Internationale Wettkämpfe

Traditionell dominieren auf den Sprintstrecken US-amerikanische und jamaikanische , die Mittel- und Langstrecken werden von afrikanischen Läufern dominiert. Bei den Wurf- und Sprungdisziplinen sind die Siegerlisten weniger homogen. Die insgesamt erfolgreichsten Nationen bei internationalen Wettkämpfen sind die , (beziehungsweise ) und (beziehungsweise ).

Olympische Spiele

Einige Disziplinen der Leichtathletik wurden schon bei den ausgeübt. Seit Beginn der Spiele der Neuzeit 1896 in ist die Leichtathletik neben dem ein zentraler Bestandteil des olympischen Wettkampfprogramms und wird deshalb auch als olympische Kern bezeichnet. Vor 1983 waren die Spiele sogar die einzige Gelegenheit, bei der Leichtathleten aus verschiedenen Kontinenten in den olympischen Disziplinen um Titel kämpfen konnten.

Bei Olympischen Spielen werden in 24 leichtathletischen Disziplinen insgesamt 47 Entscheidungen ausgetragen ? 24 bei den Männern und 23 bei den Frauen. Frauen durften erstmals bei den in zunächst fünf Leichtathletikdisziplinen starten (100 m, 800 m, Hochsprung, Diskuswurf, 4 × 100-m-Staffel). Die Laufstrecken wurden nach und nach denen der Männer weitgehend angeglichen.

'''Übersicht der olympischen Leichtathletikdisziplinen:'''
{| class="wikitable"
! rowspan="2"|
! style="background:#EEE8AA;"| Disziplin
! style="background:#EEE8AA;" colspan="2"| Olympischer Wettkampf seit
! style="background:#EEE8AA;"| Vorläufer der heutigen Disziplin
|-
! style="background:#EFEFEF;"|
! style="background:#EFEFEF;"| Männer
! style="background:#EFEFEF;"| Frauen
! style="background:#EFEFEF;"|
|-
! style="background:#FFDAB9;" rowspan="16"| Lauf
||1896
|1928
||-
||1900
|1948
||-
||1896
|1964
||-
||1896
|1928; danach erst
wieder seit 1960
||-
||1896
|1972
||-
||1912
|1996
|Frauen, 1984 bis 1992:
|-
||1912
|1988
|Männer, 1906 und 1908: 5 = 8047 m
|-
||1896
|1984
||-
||1956
|2000
|Männer, 1908 bis 1952, und Frauen, 1992 bis 1996:
|-
||1932
| -
||-
||1896
| -
||-
|| -
|1972
|Frauen: 1932 bis 1968:
|-
||1900
|1984
||-
||1920
|2008
|Männer: von 1900 bis 1908 andere Streckenlängen
|-
||1912
|1928
||-
||1912
|1972
||-
! style="background:#FFF68F;" rowspan="4"| Sprung
||1896
|1928
||-
||1896
|2000
||-
||1896
|1948
||-
||1896
|1996
||-
! style="background:#C1FFC1;" rowspan="4"| Wurf
||1896
|1948
||-
||1896
|1928
||-
||1900
|2000
||-
||1908
|1932
||-
! style="background:#C1C1C1;" rowspan="2"| Mehr-
kampf
||1896
| -
||-
|

| -
|1984
|Frauen, 1964 bis 1980:
|}

'''Ehemalige olympische Disziplinen, die heute nicht mehr ausgetragen werden:'''

''Männer''
  • Laufwettbewerbe
    • Sprintstrecken: 60 m (1900, 1904)
    • Langstrecken: (1906 und 1908)
    • Hürdenrennen: 200 m (1900 und 1904)
    • Hindernislauf: 2500 m (1900), 2590 m (1904), 3200 m (1908), 4000 m (1900)
    • Mannschaftslauf: 3000 m (1912, 1920, 1924), 5000 m (1900), 3 Meilen (1908), 4 Meilen (1904)
    • Staffellauf: (1908), (1908)
    • Querfeldeinlauf: Einzel (1912 bis 1924), Mannschaft (1912 bis 1924)
    • Gehen: 1500 m (1906), 3000 m (1906, 1920), 3500 m (1908), 10 km (1908 bis 1952), 10 Meilen (1908)
  • Sprungwettbewerbe
    • (1900 bis 1912)
    • (1900 bis 1912)
    • (1900, 1904)
  • Wurfwettbewerbe
    • Kugelstoßen, beidarmig (1912)
    • Diskuswurf, antiker Stil (1906 und 1908)
    • Diskuswurf, beidarmig (1912)
    • Gewichtwurf (1904, 1920)
    • Speerwurf, Freistil (1906 und 1908)
    • Speerwurf beidarmig (1912)
    • Steinwurf (1906)
  • Mehrkampf
    • Dreikampf
    • Fünfkampf (1906 bis 1924)
    • Vielseitigkeits- (1904)
''Frauen''
  • (1984 bis 1992)
  • (1932 bis 1968)
  • (1964 bis 1980)

Weltmeisterschaften

Seit 1983 finden '''''' mit dem kompletten olympischen Wettkampfprogramm alle vier und seit 1991 alle zwei Jahre statt. Zuvor gab es bereits 1976 in und 1980 in /NL Weltmeisterschaften. Bei diesen Meisterschaften wurden aber nur Wettkämpfe in einzelnen Disziplinen (1976: 50-km-Gehen der Männer; 1980: 3000 m und 400 m Hürden der Frauen) durchgeführt, da diese zu jener Zeit nicht im olympischen Programm standen.
World Athletics veranstaltet sowohl für bestimmte Altersgruppen als auch für nichtolympische Disziplingruppen weitere Titelkämpfe. Die wichtigsten Veranstaltungen sind die
  • (seit 1999, alle zwei Jahre, Alter unter 18 Jahre)
  • (seit 1986, alle zwei Jahre, Alter unter 20 Jahre)
  • (seit 1975, alle zwei Jahre, Alter ab 35 Jahre)
  • Senioren-Straßen-Weltmeisterschaften (seit 1992, alle zwei Jahre, Alter ab 40 Jahre)
  • (1987?2003, und seit 2004 jeweils alle zwei Jahre)
  • (seit 1973, jährlich)
  • (seit 1992, jährlich)
  • (seit 1985, jährlich)

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Europameisterschaften

Die '''''' gibt es schon wesentlich länger als die Weltmeisterschaften. Von 1934 bis 1966 wurden sie mit einer Kriegsunterbrechung immer zur ?Halbzeit? einer ausgerichtet. Nach Abweichungen (1969, 1971) setzte sich von 1974 bis 2010 wieder dieser vierjährige Rhythmus durch. Seit 2012 finden Europameisterschaften auch in den Olympiajahren statt, werden also zweijährlich ausgetragen.

Außerdem gibt es zu fast allen zuvor genannten speziellen Weltmeisterschaften Pendants in Form weiterer Europameisterschaften. Sie finden in den Jahren statt, in denen die entsprechenden nur alle zwei Jahre veranstalteten Weltmeisterschaften ''nicht'' stattfinden. Die wichtigsten Europameisterschaften für Nachwuchsathleten sind
  • (ab 2016, alle zwei Jahre, Alter unter 18 Jahre)
  • (seit 1970, alle zwei Jahre, Alter unter 20 Jahre)
  • (seit 1997, alle zwei Jahre, Alter unter 23 Jahre)
  • (seit 1970, alle 2 Jahre, 2004 ausgefallen, dafür wieder seit 2005 alle 2 Jahre)
  • Crosslauf-Europameisterschaften (seit 1994, mit U23- und U20-Wertung, jährlich)
  • Berglauf-Europameisterschaften (mit U20-Wertung)

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Welt- und Europacup

So werden die Titelwettkämpfe der Nationalmannschaften genannt, bei denen die Mannschaftsleistung als Summe der Einzelleistungen aus allen Disziplinwettkämpfen ausgezeichnet wird. Im Gegensatz zu anderen Sportarten sind sie aber keine Serien-, sondern Einzelveranstaltungen. Der umbenannt und besitzt seitdem somit den Status offizieller Europameisterschaften. Nicht alle olympischen Disziplinen können im Welt- und Europacup berücksichtigt werden. In den von längerer Wettkampfdauer geprägten Disziplingruppen Mehrkampf, Marathonlauf und Gehen und in weiteren nichtolympischen Disziplinen werden eigene Mannschaftswertungen durchgeführt. Im Einzelnen sind dies:
  • Hallen-Europacup (seit 2003)
  • (seit 1973, die gleichen Jahre wie der Europacup)
  • Geher-Weltcup (1961?1967, 1973?1999 und seit 2002 jeweils alle zwei Jahre, außerdem 1970)
  • Geher-Europacup (1996?2000 und seit 2001 jeweils alle zwei Jahre)
  • Berglauf World-Trophy (seit 1985, jährlich)
  • 100-km-Weltcup (seit 1988, seit 1990 jährlich)

Golden League

Die war eine von 1998 bis 2009 ausgetragene Serie aus sechs prestigeträchtigen Leichtathletik-Meetings. Gewann ein Athlet bei allen sechs Meetings den Wettkampf in seiner Disziplin, so konnte er sich am Jackpot von einer Million US-Dollar in Gold beteiligen und bekam einen Blumenstrauß, sowie eine Flasche Wein.

Diamond League

Ab 2010 wird die Golden League durch die ersetzt, einer Serie von 14 Meetings. In jeder der 32 Disziplinen gibt es einen en im Wert von etwa 80.000 US-Dollar zu gewinnen.

Weltrekorde

Der Leichtathletik-Weltverband führt 186 Weltrekorde, die sich wie folgt verteilen:
  • Olympische Disziplinen
  • : 24 Männerweltrekorde
  • : 23 Frauenweltrekorde
  • Nichtolympische Disziplinen
  • : 23 Männerweltrekorde
  • : 21 Frauenweltrekorde
  • Junioren
  • : 26 Männerweltrekorde
  • : 26 Frauenweltrekorde
  • Hallenweltrekorde
  • : 22 Männerweltrekorde
  • : 22 Frauenweltrekorde

Liste der aktuellen Weltrekorde: Siehe

Doping

 ist ein Thema vor allem in Kraft- und Ausdauersportarten. Je mehr Technik und Konzentration Teil des Erfolges sind, umso weniger kann der Erfolg durch leistungssteigernde Mittel beeinflusst werden. In der Leichtathletik sind daher vor allem Kugelsto�en und die Laufdisziplinen anf�llig f�r Doping.

Im Spitzensport in der Leichtathletik werden immer wieder auch Weltmeister und Goldmedaillengewinner des Dopings überführt, beispielsweise oder . In den Zeiten des wurde in Ost und West systematisch gedopt, insbesondere auch im , wo den Sportlern teilweise ohne ihr eigenes Wissen Dopingmittel verabreicht wurden. Hiervon war auch die Leichtathletik betroffen. Eine traurige Folge der war 1987 der Todesfall der bundesdeutschen Siebenkämpferin .

In den wurde 2003 bekannt, dass dort die ''Bay Area Laboratory Co-Operative (BALCO)'' intensiv mit Dopingmitteln handelte und Trainer und Athleten belieferte. Im Verlauf der sogenannten wurde u. a. , Gewinnerin von fünf Medaillen bei den (die ihr nachträglich aberkannt wurden), schwer belastet.

Im November 2015 wurde bekannt, dass der ehemalige .

Erfolgreichste Leichtathleten bei Olympischen Spielen

Alle Leichtathleten mit vier und mehr Goldmedaillen bei Olympischen Spielen (einschließlich der ). Siehe auch

  1. : zehnmal Gold; Standweitsprung, Standhochsprung, Dreisprung; 1900 bis 1908 (einschließlich 1906)
  2. : neunmal Gold, dreimal Silber; Mittelstreckenlauf, Langstreckenlauf, Geländelauf; 1920 bis 1928
  3. : neunmal Gold, einmal Silber; Weitsprung, Sprint; 1984 bis 1996
  4. : achtmal Gold; Sprint; 2008, 2012 und 2016
  5. : fünfmal Gold, dreimal Silber, einmal Bronze; Kugelstoßen, Diskuswurf, Steinwurf, Standweitsprung, Standhochsprung; 1904 bis 1908 (einschließlich 1906)
  6. : fünfmal Gold, dreimal Silber; Langstreckenlauf, Hindernislauf, Crosslauf; 1924 und 1928
  7. : fünfmal Gold; Sprint; 1996 und 2000
  8. : viermal Gold, dreimal Bronze; Speerwurf, Mehrkampf; 1900 bis 1912 (einschließlich 1906)
  9. : viermal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze; Sprint, Mittelstreckenlauf, Hindernislauf; 1904 bis 1908 (einschließlich 1906)
  10. : viermal Gold, einmal Silber; Sprint; 1984 bis 1992
  11. : viermal Gold, einmal Silber; Langstreckenlauf, Crosslauf; 1912 und 1920
  12. : viermal Gold, einmal Silber; Weitsprung, Dreisprung, Sprint; 1900 bis 1906
  13. : viermal Gold, einmal Silber; Sprint, Mittelstreckenlauf; 1908 bis 1912
  14. : viermal Gold, einmal Silber; Langstreckenlauf, Marathon; 1948 und 1952
  15. : viermal Gold; Sprint, Hürdenlauf; 1948
  16. : viermal Gold; Sprint; 1956 und 1960
  17. : viermal Gold; Gehen; 1996 bis 2004
  18. : viermal Gold; Sprint, Hürdenlauf, Weitsprung; 1900
  19. : viermal Gold; Diskus; 1956 bis 1968
  20. : viermal Gold; Sprint, Weitsprung; 1936
  21. : viermal Gold; Langstreckenlauf; 1972 und 1976
  22. : viermal Gold; Sprint; 1976 und 1980

Organisation

Leichtathletik treibende Vereine in Deutschland gehören dem 1949 gegründeten (EAA).

Siehe auch

Weblinks

Allgemein

  • (englisch)

Statistiken

  • (englisch)
  • (englisch)
  • (englisch)

Termine

  • (englisch)

Lesestoff

Wettkampfregeln

  • u. a. mit den Internationalen Wettkampfregeln (IWR)

Einzelnachweise